Oskar Ansull

Oskar Ansull, geboren 1950 in Celle/Niedersachsen, absolvierte nach der Schule eine Buchhändlerlehre, ging 1972 nach Berlin, war Regieassistent am Schillertheater. Seit 1984 lebt er als freier Autor, Herausgeber und "Erfinder von Lesungen" in Berlin-Pankow. Bekannt wurde er vor allem für seine Leseprogramme und zahlreichen Rundfunksendungen für den NDR und Radio Bremen zu Leben und Werk deutscher Autoren. Er arbeitet mit klassischen und Jazz-Musikern zusammen.

Seine Herkunft (der "unbekannte" Vater war Pole) hat ihn immer wieder literarische Bezüge im östlichen Kulturbereich finden lassen. Neben Horst Bienek, Paul Celan, Joseph Roth und Johannes Bobrowski z.B. den galizischen Schriftsteller Karl Emil Franzos, über den er das Lesebuch "ZweiGeist" (2005) veröffentlicht hat.

Als Nachdichter übertrug er Charles Baudelaire: Spleen-Gedichte aus dem Französischen; Ales Rasanau (a. d. Weißrussischen): Hannoversche Punktierungen; Bekim Morina(a. d. Albanischen): Etwas besseres als den Tod.

Zuletzt erschien: K. E. Franzos, "Namensstudien", hrsg. von Oskar Ansull (Verlag hohesufer.com), 2012.

Für seine Arbeiten wurde Ansull mehrfach auszeichnet, u.a. Stipendium für die Casa Baldi in Olevano Romano bei Rom, Stipendium für Literatur des Landes Niedersachsen, und gegenwärtig erhält er ein Stipendium der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur für ein größeres Literaturprojekt.